5 Tipps, wie du schnell & einfach zum Minimalisten wirst

Wir sind verblendet, verblendet von Werbung, Instagram und dem Leben anderer. Wir wollen immer mehr, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Kleidung...

Doch glücklich macht uns das alles eigentlich nicht. Das ständige Streben nach mehr, raubt uns Energie und Kraft, wir sind müde und erschöpft. Wir besitzen bereits viel mehr, als wir brauchen und häufen täglich weitere Dinge an, die nicht nur unseren Geldbeutel belasten. Unser Wertesystem hat sich in den letzten Jahrzehnten objektiv eher zum Negativen verändert – denn wer mehr besitzt oder mehr kann, ist nicht automatisch glücklicher oder zufriedener.

Happiness is not determined by what’s happening around you, but rather what’s happening inside you. Most people depend on others to gain happiness, but the truth is, it always comes from within.
— Adrian Corday

Ich habe festgestellt, dass es mich glücklicher macht, wenn ich weniger besitze und mich nicht an Gegenstände binde. Loslassen und mich von unnötigem Ballast befreien, das bedeutet Minimalismus für mich. Ich bin zufriedener, wenn ich mir Zeit für mich nehme, mich mit Dingen beschäftige, die mich bereichern und mir Spaß machen und mich mit positiven Menschen umgebe. Ein neues T-Shirt oder ein neues Gadget machen mich vielleicht im Moment des Kaufes glücklich, doch meist sind diese Glücksgefühle nicht von Dauer. Worauf es wirklich ankommt sind Erlebnisse, denn diese bleiben viel länger im Kopf und machen mich langfristig viel glücklicher.

Wenn du ein bisschen mehr darüber erfahren möchtest, warum ich angefangen habe minimalistischer zu leben, dann schau mal hier.


Ok, nichts mehr kaufen, mich auf Wichtigeres konzentrieren. Klingt ganz schön nach Verzicht, oder? Wie soll ich diesen Anti-Konsum denn bitte umsetzen? 

Natürlich sollst du jetzt nicht all deine Besitztümer verkaufen und in die Waldhütte ziehen (obwohl...keine schlechte Idee). Viel lieber solltest du dir einmal vor Augen führen, was dir wirklich wichtig ist. Sind es deine Freunde, deine Familie, der Shopping-Haul oder das stundenlange vorm Computer sitzen?

Minimalismus bedeutet nicht, dass du von heute auf morgen dein ganzen Leben umzukrempeln musst. Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann mach es Step-by-Step, denn so siehst du die kleinen Erfolge viel schneller und bleibst ganz sicher am Ball. Auch wenn es abgedroschen klingt, aber weniger ist wirklich mehr, du wirst schon sehen.

Katharina von Modern Slow beschreibt in ihrem Artikel „Wie alles begann...“ ihren Aha-Moment, den Moment an dem sie realisierte, dass sie zum glücklich sein nur wenig benötigt. Lies mal rein, es lohnt sich!

Doch egal was Minimalismus für dich bedeutet, ob Selbstversorgung, Zero Waste, weniger Arbeit oder einfach weniger Besitz, mit diesen 5 Tipps kannst du ganz einfach ein klein wenig einfacher & minimalistischer leben, deinen Kopf frei machen und Zeit gewinnen.

5 Tipps, wie du schnell & einfach zum Minimalist wirst

5 einfache Tipps, um minimalistischer zu leben

1. Brauche ich das wirklich?

Ich war seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr shoppen. Nun brauchte ich für eine Hochzeit ein neues Outfit. Elegant & fair sollte das neue Outfit sein und nicht zu teuer. Ich habe nichts gefunden. Vor einem Jahr wäre ich wohl mit vollen Tüten von so einem Stadtbummel zurückgekehrt. Diesmal blieben meine Hände leer und ich fing noch einmal an, meinen Kleiderschrank nach bestehenden Schätzen zu durchsuchen, denn ich wollte einfach nichts Neues kaufen, was mir nicht 100% zusagte. Schließlich ist genau das dass Problem: Wir kaufen Dinge, weil sie verfügbar sind, reduziert oder in Fashion sind, egal ob sie uns wirklich gefallen oder wir sie brauchen. Es spricht also nichts dagegen, wenn du dich vor jedem (Impuls)Kauf fragst, ob du das neue Stück wirklich benötigst oder ob du vielleicht schon so ein ähnliches Teil im Schrank hängen hast. Häufe keinen unnötigen Ballast an und du wirst merken, dass du dich wesentlich leichter fühlst.

2. Miste deinen Kleiderschrank mal so richtig aus

Mehr ist nicht immer besser. Das kennst du sicherlich vom täglichen Blick in den Kleiderschrank – Was ziehe ich bloß an? Oft behalten wir Dinge, von denen wir glauben sie in naher Zukunft wieder einmal gebrauchen zu können. Meistens versauern diese Stücke dann in den Tiefen unseres Kleiderschrankes und wir würdigen sie keinem zweiten Blick. Nimm dir bewusst Zeit, um alle Kleidungsstücke auszusortieren, die du seit mindestens einem Jahr nicht getragen hast und überlege, ob du diese noch verkaufen, verschenken oder spenden kannst. Ich wette mit dir, dass da einige Teile zusammenkommen. 

3. Schalte ab

Ein Punkt an dem ich auch noch arbeiten muss: Handy weg! Das geht schon nach dem Aufwachen los, die Verlockung schnell noch im Bett zu schauen, was bei Facebook oder Instagram passiert ist... oh und 10 neue Whatsapp Nachrichten. Toll! Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist so gering, wie bei keiner Generation vor uns, denn sich zu konzentrieren ist gar nicht so leicht und die Informationsflut ist einfach zu stark. Alles muss immer jetzt passieren. Wir lassen uns viel zu schnell ablenken, denn wie sollen wir produktiv sein, wenn das Smartphone irgendwie immer im Weg ist? Dabei ist es so viel entspannter, sich einmal konkret auf nur eine Sache zu konzentrieren, denn auch das ist Minimalismus. Immer mal abschalten - Digital Detox – das tut gut und hilft dir dabei deinen Fokus zu finden.

4. Nimm dir Zeit für dich

Hast du mal versucht dich voll und ganz nur auf dich zu fokussieren? Ohne Ablenkung? Gar nicht so einfach oder? Selten nehmen wir uns Zeit für uns, denn eigentlich ist bereits jede Minute des Tages verplant. Dabei kannst du nur davon profitieren, wenn du dich jeden Tag mit Dingen beschäftigst, die dir Spaß machen oder die dich entspannen. Sei es eine Stunde Yoga, oder ein heißes Bad, du entscheidest ganz allein was dir gut tut. Ich bin mir sicher, dass du mehrere Stunden pro Woche nur für dich freischaufeln kannst.

5. Reduziere deinen Müll

Während eines Tages häufen wir so viel Ballast an, auch in Form von Müll. Beschäftige dich mal einen Tag lang ganz intensiv damit, wie viel Müll du produzierst (Coffee-to-go oder deine Take-away Lunchbox). Leider kommt pro Person eine ganze Menge Müll zusammen und dass, ohne dass du es überhaupt merkst. Deinen Müll ganz offensiv zu reduzieren kann dich unendlich befreien – so geht es mir zumindest. Seitdem ich wirklich aufpasse, was ich verbrauche, fühle ich mich besser, denn ich weiß, dass ich zumindest einen kleinen Schritt in die ökologisch bessere Richtung nehme. Weniger Müll = weniger Ballast.


Mich interessiert natürlich brennend, was Minimalismus für dich bedeutet – Lass es mich in den Kommentaren wissen.